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✶ Wild Women Don't Get The Blues ✶
They Just Get Drunk

Eine Hommage an die Blues Queens der 20er und 30er Jahre
Musikalischer Vortrag mit Life-Blues von Martina Neschen

Blues. Schwarze Männer sitzen vor 'ner Hütte im Mississippi Delta... Heiss ist es...schwül - einsam heult ein Wolf - crawfish swimmin' thru muddy waters - sie verkaufen dem Teufel ihre Seele - hellhounds on their trail - traktieren Gitarren mit Flaschenhälsen - bottlenecks - sie singen von Schnaps und Weibern, von Mord und Totschlag - singen in 'nen Trichter für 'ne Pulle Whiskey - Robert Johnson - standing at the crossroads - Mali to Memphis - später schnappen sie sich elektrische Gitarren und lassen es jaulen - John Lee Hooker - Muddy Waters - Elmore James - Howlin' Wolf. Junge britische Musiker bewundern sie - covern ihre Songs. Mayall - Clapton - Stones. Der Blues wuchert wild - Bluessessions bis zum Abwinken... 12 Takte scheppern durch Kneipen und Probekeller... Weiße Blues Brothers soweit das Auge reicht ♂

Ma Rainey

Hm, Bessie Smith?
Oder Billie Holiday... nee, die gehört zum Jazz, oder? Aber Alberta Hunter,
Ida Cox, Ma Rainey? Na, da kennt Ihr aber schon 'ne ganze Menge.

Im Jahr 1920 - als die Frauen in den USA das Wahlrecht erhielten - kam der erste Blues auf Schallplatte heraus: Crazy Blues von Mamie Smith.

Bluesprof

Die Platte war ein Riesenerfolg und so folgten Mamie Smith - forciert von den Schallplattenfirmen - unzählige Bluessängerinnen.

Von diesen Frauen, ihrem Leben, ihren Liedern, ihren Texten, möchte ich erzählen.Von Ida Cox, Lucille Bogan, Sarah Martin, Victoria Spivey, Clara Smith, Memphis Minnie und vielen anderen.

Zur Hilfe kommt mir dabei, neben zahlreichen Tondokumenten, die feministische Bluesforschung der letzten Jahre. Und damit alles nicht trocken und akademisch daherkommt und ordentlich Fleisch auf die Rippen kriegt, singe ich - zur Slideguitar - meine Interpretationen der alten Bluessongs.